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Reisebericht Argentinien 2007
Von Gabriele Schink
 
Im Oktober 2007 machten wir drei Wochen Urlaub in Argentinien. Da wir so viel wie möglich kennen lernen wollten, hatten wir uns mit Hilfe unseres Freundes Luis Urrutia, der für uns Flüge, die Bus- und Bahnfahrt sowie andere Dinge organisierte, eine kleine Rundreise zusammengestellt. Wir landeten pünktlich in Buenos Aires und blieben dort vier Tage.
 
Wir erlebten eine lebendige und quirlige Stadt, mit herzlichen, lebenslustigen  und offenen Menschen, machten eine Stadtrundfahrt und eine Exkursion zum Tigre-Delta und erkundeten die Stadt auf eigene Faust zu Fuß und mit der Metro. Abends genossen wir in gemütlichen Restaurants unter anderem leckere Steaks, gegrillte Ziege und Rotwein aus Argentinien. Nach  erlebnisreichen Tagen in der Hauptstadt reisten wir mit dem Bus vom Busbahnhof Retiro Richtung Süden.
 
Die nächsten Tage verbrachten wir in Pedro Luro, einem Dorf  an der Ruta 3 zwischen Bahia Blanca und Viedma, in dem unsere Freunde wohnen. Dort erlebten wir das wahre argentinische Leben und trafen viele herzliche, gastfreundliche und offene Menschen. Wir wurden herzlich aufgenommen und wir waren dort etwas ziemlich Ungewöhnliches, denn normalerweise kommen keine ausländischen Touristen nach Pedro Luro. Eines Abends gingen wir mit unseren Freunden in eine Parilla, ein typisch argentinisches Grillrestaurant, in dem an diesem Abend ein Sänger auftrat. Da es sich herumgesprochen hatte, dass wir gern Salsa tanzen, legte dieser plötzlich eine Salsa-CD ein, und bat uns nach vorn auf die Tanzfläche, um Salsa zu tanzen. Alle Anwesenden waren begeistert und applaudierten.  Nach einigen Tagen mit unvergesslichen Erlebnissen, die leider viel zu schnell vorbei gingen, reisten wir nach Viedma, einer kleinen idyllischen Stadt am Rio Negro. Einige Kilometer südlich liegt die riesige Kolonie der Loros, papageienähnlicher Vögel, die am Atlantik in den Felsen der Steilküste leben sowie die Seelöwenkolonien. Unterwegs sahen wir Nandus, die über die Pampa preschten. Von Viedma aus reisten wir im Tren Patagonico nach Bariloche an den Anden. Freitagabend stiegen wir in Viedma in den Zug und machten es uns im Schlafabteil bequem. Wir aßen im Speisewagen zu Abend, wie üblich Steak und argentinischen Rotwein und genossen die Aussicht auf die Pampa. Als es dunkel wurde, wurden die Betten ausgeklappt und wir konnten wunderbar schlafen. Als wir am Morgen aufwachten, waren wir den Anden schon ziemlich nahe. Man konnte schon die ersten Ausläufer sehen. Nach einem Frühstück mit Kaffee und Medialunas, den typischen argentinischen Hörnchen, erreichten wir gegen Mittag Bariloche. Als erstes begrüßte uns der Nahuel Huapi, ein großer See, an dessen Ufer Bariloche liegt. Im Hintergrund konnten wir die schneebedeckten Berge der Anden bewundern.
 
Es ist eine unglaublich schöne und eindrucksvolle Landschaft, mit blühenden Bäumen im Tal und Schnee auf den Bergen. In Bariloche erlebten wir wundervolle Tage. Wir machten einen Ausritt in den Anden, besuchten die „Isla Victoria“ und die Halbinsel Quetrihue, auf der die Arrayanes-Bäume wachsen, die es nur in Südamerika gibt und erlebten den sagenhaften Ausblick vom Cerro Otto in das Tal und auf die gegenüberliegenden Berge, hinter denen sich schon Chile befindet.
Nach unserem Aufenthalt in dieser schönen Stadt an den Anden flogen wir mit einem Zwischenstop in Buenos Aires in den Norden des Landes nach Puerto Iguazú, wo sich die höchsten Wasserfälle der Welt befinden, die Wasserfälle von Iguazú. Dort empfing uns tropisches Klima und Urwald.
 
Nach dem Check-in im Hotel begaben wir uns sofort auf Erkundungstour, zuerst auf der argentinischen Seite der Wasserfälle. Auf unserem Weg dorthin sahen wir Tiere, die es hier in Deutschland nur im Zoo zu sehen gibt. Wir sahen riesige, farbenfrohe Schmetterlinge, Echsen, Nasenbären und ein Krokodil, das sich auf einem Stein im Fluss sonnte. Außerdem konnten wir einen kurzen Augenblick einen Tukan bewundern. Als wir uns den Wasserfällen nährten, empfing uns das laute Rauschen der herabstürzenden Wassermassen. Der Anblick war unbeschreiblich, man muss es einfach gesehen haben. Im Zentrum des halbkreisförmigen Areals leuchteten mehrere Regenbogen und über dem Wasserfall bildete sich ein leichter Nebel aus vielen Wassertropfen. Nach diesen erlebnisreichen  Tagen endete unser Urlaub leider schon. Dank der  Hilfe unseres Freundes Luis, der in seinem Reisebüro für uns die Flüge,  die Zug- und die Busreise etc. organisierte, wurden es beeindruckende Tage. Wir nahmen viele herrliche und unvergessliche Erinnerungen mit und beschlossen, im kommenden Jahr wieder nach Argentinien zu reisen.
 
Allen, die nach Argentinien reisen wollen, kann ich nur empfehlen, sich unter www.patagoniabytrain.com.ar zu informieren. Da kann man beeindruckende Fotos von Argentinien sehen und das Schöne ist, dass man seine Fragen in spanischer, englischer und deutscher Sprache loswerden kann.
Wenn Ihr Lust habt, mehr zu hören oder Erfahrungen auszutauschen, dann könnt Ihr Euch bei mir melden: gabi-schink@gmx.de. Also, viel Spaß in Argentinien!
Gabriele Schink

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